Weite Flachdachfläche mit den Markierungen eines Messrasters

Dienstleistung · bundesweit

Radiometrische Feuchtemessung
zerstörungsarm — ohne Bohrungen

Mit der Isotopensonde bestimmen wir den Wassergehalt in Flachdachaufbauten, Estrichen und Dämmschichten — flächendeckend im Raster, ohne eine einzige Bohrung und ohne die Abdichtung oder den Bodenbelag zu öffnen. Seit rund 30 Jahren im Einsatz, seit 2026 mit bundesweiter Genehmigung.

Messung anfragen +49 7664 / 50559-0

Ausgangslage

Feuchte vermutet — aber wo, und wie viel?

Nach einem Wasserschaden oder bei einer undichten Dachhaut steht die entscheidende Frage am Anfang: Wie weit hat sich die Feuchte ausgebreitet? Ohne belastbare Antwort wird entweder zu viel abgerissen oder zu wenig getrocknet.

Verdacht ohne Beweis
Ein feuchter Fleck an der Decke sagt nichts darüber, wie weit das Wasser in der Dämmebene gewandert ist. Sanierungsentscheidungen fallen auf Verdacht.
Bohren zerstört
Bohrkerne und Bauteilöffnungen liefern Werte an genau einem Punkt — und hinterlassen jedes Mal eine Stelle, die wieder fachgerecht geschlossen werden muss. In genutzten Räumen und auf dichten Dächern ist das der eigentliche Schaden.
Große Flächen, wenige Punkte
Auf mehreren tausend Quadratmetern Dachfläche ist punktuelles Messen weder wirtschaftlich noch aussagekräftig. Die nasse Stelle liegt selten dort, wo gemessen wurde.
Metall verfälscht
Trapezblech, Bewehrung oder Alukaschierung stören kapazitive und Widerstandsverfahren. Die Anzeige reagiert auf das Metall, nicht auf das Wasser.

Das Verfahren

Zerstörungsarme Rasterfeuchtemessung mit der Isotopensonde

Die Sonde steht auf der Oberfläche — wir fahren die Fläche in einem festen Raster ab und messen an jedem Punkt den Wassergehalt im Aufbau, ohne zu bohren. Das Ergebnis ist kein Einzelwert, sondern eine Karte: Sie zeigt, wo es nass ist, wie nass, und wo der trockene Bereich beginnt. Auf großen Dachflächen messen wir standardmäßig im 5-Meter-Raster, im Gebäude im 1-Meter-Raster.

Messwerte einer radiometrischen Rasterfeuchtemessung, farblich von trocken nach nass abgestuft
Jeder Messpunkt ein Wert, jede Farbe eine Aussage: Grün trocken, Rot durchfeuchtet.
Feuchteraster über das Luftbild der Dachfläche gelegt
Über die Fläche gelegt wird daraus die Sanierungsgrenze — hier eine Halle im Bestand.
Zerstörungsarm, ohne Bohrungen
Dachhaut, Estrich und Bodenbelag bleiben geschlossen. Die Rastermessung selbst kommt ohne jede Bohrung aus — nur für die Referenz braucht es ein bis zwei Kontrollpunkte.
Wirtschaftlich in der Fläche
Ein Messpunkt dauert Sekunden. Damit werden auch mehrere tausend Quadratmeter an einem Tag erfassbar — zu einem Bruchteil der Kosten einer Bauteilöffnung.
Unbeeindruckt von Metall
Gemessen wird der Wasserstoff im Bauteil, nicht die elektrische Leitfähigkeit. Trapezblech, Bewehrung und Kaschierungen verfälschen das Ergebnis nicht.
Belastbare Entscheidungsgrundlage
Der Feuchteverteilungsplan zeigt Sanierungsgrenzen. Er trägt gegenüber Bauherren, Versicherern und Sachverständigen — und begründet, was erhalten bleiben kann.

Messprinzip

Warum die Sonde Wasser findet

Die Sonde enthält eine Americium-Beryllium-Quelle, die schnelle Neutronen aussendet. Treffen diese auf Wasserstoffatome — und die stecken im Bauteil praktisch nur im Wasser —, verlieren sie bei jedem Stoß Energie und werden abgebremst. Ein Detektor zählt die zurückkehrenden langsamen Neutronen: je mehr davon, desto mehr Wasser liegt unter der Sonde.

Der Messwert ist zunächst eine Impulszahl, kein Prozentwert. Erst die Referenzmessung an einer bekannten trockenen Stelle des gleichen Aufbaus macht daraus eine Aussage über den Wassergehalt. Deshalb gehört zu jeder Rastermessung ein Kontrollpunkt — und deshalb ist die Auswertung Sache dessen, der den Dachaufbau kennt.

Wir arbeiten mit der Isotopensonde des Herstellers Troxler — im Sprachgebrauch der Branche Troxlersonde oder Neutronensonde. Das Verfahren ist in der Bauwerksdiagnostik seit Jahrzehnten etabliert; im Straßenbau wird dasselbe Prinzip zur Dichtebestimmung eingesetzt.

Anzeige der Isotopensonde neben dem DÖLCO-Messgerät bei der Referenzmessung
Der Zählwert allein sagt nichts — erst die Referenz macht ihn zur Aussage.
Messung an einem markierten Rasterpunkt auf der Dachabdichtung
Punkt für Punkt entlang des vorher markierten Rasters.

Verfahrensvergleich

Radiometrie oder Mikrowellenmessung?

Beide Verfahren messen zerstörungsarm von der Oberfläche aus, beide kommen ohne Bohrungen aus. Der Unterschied liegt in dem, was sie physikalisch messen — und damit darin, welcher Aufbau sie aus dem Tritt bringt.

KriteriumRadiometrie (Isotopensonde)Mikrowellenmessung
MessgrößeWasserstoff im Bauteil — der steckt praktisch nur im WasserDielektrizität des Materials
Metall im Aufbau
Trapezblech, Bewehrung, Alukaschierung
ohne Einfluss auf den Messwertverfälscht die Messwerte teils erheblich
Leitfähige Stoffe
Salzbelastung, Feuchtesalze im Estrich
ohne Einflussverfälscht die Messwerte
Mehrschichtiger Aufbaumisst über den gesamten Aufbau hinwegGrenzschichten zwischen den Lagen stören die Messung
Erfassungstiefegesamter Dach- bzw. Bodenaufbauje Sondenkopf begrenzt
Große FlächenMesspunkt in Sekunden, mehrere tausend m² am Tagebenfalls flächig einsetzbar
Genehmigung & Strahlenschutzgenehmigungspflichtig — DÖLCO verfügt über die bundesweite Genehmigungnicht erforderlich

Im einfachen, homogenen Aufbau ist die Mikrowellenmessung ein gutes Werkzeug — sie braucht keine Genehmigung und ist kurzfristig verfügbar. Ihre Grenze liegt dort, wo der Aufbau real wird: Trapezblech unter der Dämmung, Bewehrung im Beton, Alukaschierung auf der Dampfsperre, Salze im Estrich, mehrere Schichten übereinander. Genau dort liefert die radiometrische Messung weiter belastbare Werte — sie fragt nicht nach der Leitfähigkeit des Materials, sondern nach dem Wasserstoff darin.

Einsatzbereiche

Überall dort, wo Öffnen keine Option ist

Isotopensonde auf dem Teppichboden eines Büroraums während der Feuchtemessung im Estrich
Nicht nur Dach: Hier läuft die Messung über dem Estrich eines Büroraums — Teppich und Belag bleiben liegen.
Flachdach
Nach Leckageortung und Notreparatur zeigt die Rastermessung, wie weit die Durchfeuchtung in Dämmung und Aufbau reicht — die Grundlage für die Entscheidung zwischen Trocknung und Erneuerung.
Estrich und Dämmschicht
Im Gebäude lässt sich die Ausdehnung eines Wasserschadens in der Dämmebene bestimmen, ohne den Bodenbelag zu öffnen — auch unter Fliesen, Parkett und in bewohnten Räumen.
Industrie- und Hallenböden
Große zusammenhängende Flächen, laufender Betrieb, Bewehrung im Beton: die Kombination, bei der punktuelle Verfahren an ihre Grenzen kommen.
Gutachten und Beweissicherung
Dokumentierte Messwerte im Raster, vor und nach der Trocknung — nachvollziehbar für Sachverständige, Versicherer und Gerichte.
Zur Flachdachleckageortung

Strahlenschutz

Genehmigt, überwacht, sicher im Betrieb

Der Umgang mit der radioaktiven Quelle ist nach Strahlenschutzgesetz genehmigungspflichtig. DÖLCO führt radiometrische Messungen seit rund 30 Jahren durch. 2026 wurde die Genehmigung erneuert und auf das gesamte Bundesgebiet ausgeweitet: Wir messen seither bundesweit und nicht mehr nur im Zuständigkeitsbereich einer einzelnen Behörde.

Die Quelle ist allseitig umschlossen und verbleibt im abgeschirmten Transportbehälter, bis sie für die Messung ausgefahren wird. Unsere Messtechniker sind als beruflich strahlenexponierte Personen unterwiesen und werden dosimetrisch überwacht.

Für Anwesende im Gebäude besteht während der Messung keine Gefährdung: Der Sicherheitsabstand von wenigen Metern wird eingehalten, der Betrieb muss nicht eingestellt werden.

Genehmigung
Erteilt durch
Regierungspräsidium Freiburg
Strahlenschutzbehörde
Bundesweit gültig seit
2026 — zuvor regional, seit rund 30 Jahren
Geltungsbereich
Bundesgebiet

Ablauf

Von der Anfrage zum Feuchteplan

Schritt 1
Objektaufnahme
Aufbau, Fläche, Zugänglichkeit und Fragestellung klären — telefonisch oder anhand Ihrer Unterlagen.
Schritt 2
Messung vor Ort
Raster festlegen, Referenzpunkt bestimmen, Fläche abfahren. Für ein typisches Dach ein Arbeitstag.
Schritt 3
Auswertung
Feuchteverteilungsplan mit eingezeichneten Sanierungsgrenzen und Messprotokoll.
Schritt 4
Empfehlung
Trocknungskonzept oder Sanierungsvorschlag — mit Mengengerüst als Grundlage für Ihre Entscheidung.
Messtechniker mit der Isotopensonde auf einer großen Flachdachfläche
Schritt 2 in der Praxis — und der Maßstab, um den es geht: eine zusammenhängende Hallenfläche.

Häufige Fragen

Was Auftraggeber wissen wollen

Ist die Messung für Bewohner oder Mitarbeiter gefährlich?
Nein. Die Quelle ist umschlossen, die Strahlung wirkt nur wenige Zentimeter tief in das Bauteil. Während der Messung wird ein Sicherheitsabstand eingehalten; Räume müssen nicht geräumt werden und der Betrieb läuft weiter.
Wie groß darf die Fläche sein?
Nach oben gibt es praktisch keine Grenze — gerade bei großen Flächen spielt das Verfahren seinen Vorteil aus. Referenzprojekt aus unserer Praxis: eine zusammenhängende Dachfläche von 5.000 m².
Muss für die Messung gebohrt werden?
Für die Rastermessung selbst nicht — die Sonde misst von der Oberfläche aus. Um die Messwerte in Prozent Wassergehalt umzurechnen, brauchen wir jedoch eine Referenz aus dem gleichen Aufbau: in der Regel ein bis zwei Kontrollpunkte an einer trockenen Stelle. Gegenüber einer flächigen Bohrraster-Untersuchung sind das statt hunderten zwei Eingriffe.
Funktioniert das auch auf Trapezblech oder über Bewehrung?
Ja. Das Verfahren misst Wasserstoff, nicht Leitfähigkeit. Genau dort, wo Widerstands- und kapazitive Messungen auf das Metall reagieren, liefert die Isotopensonde weiter belastbare Werte.
Was unterscheidet die Radiometrie von der Mikrowellenmessung?
Die Mikrowellenmessung wertet die Dielektrizität des Materials aus. Metalle, leitfähige Stoffe und Salze verfälschen dabei das Ergebnis, und bei mehrschichtigen Aufbauten stören die Grenzschichten zwischen den Lagen. Die radiometrische Messung erfasst stattdessen den Wasserstoff im Bauteil und bleibt davon unbeeinflusst. Dafür ist sie genehmigungspflichtig — die Genehmigung haben wir.
Was kostet eine Messung?
Jede Messung wird individuell angeboten — maßgeblich sind die Fläche und das vereinbarte Messraster. Schildern Sie uns Objekt und Fragestellung, dann kalkulieren wir kurzfristig.

Messung anfragen

Vier Angaben genügen für ein Angebot

Fläche, Aufbau, Dämmung und das, was obendrauf liegt — daraus ergeben sich Rasterdichte, Messdauer und Preis. Was Sie nicht wissen, lassen Sie offen; wir klären es am Telefon.

1 · Objekt
2 · Aufbau
3 · Anliegen
4 · Kontakt
Branche und Herkunftsangabe brauchen wir für die Zuordnung im System.
* Pflichtfeld
Unser Standardraster
5 m
auf großen Dachflächen
1 m
im Gebäude
Engere Raster sind möglich, wenn eine Schadensgrenze genau abgesteckt werden soll — das verlängert die Messung und schlägt sich im Preis nieder.
Warum wir nach dem Aufbau fragen
Der Zählwert der Sonde hängt vom gesamten Aufbau ab. Wer weiß, welche Dämmung verbaut ist und was obendrauf liegt, kann die Referenzmessung richtig ansetzen — und die Messwerte in belastbare Prozentangaben umrechnen.

Messung anfragen

Wir messen bundesweit

Schildern Sie uns kurz Objekt und Fragestellung — wir sagen Ihnen, ob die radiometrische Messung der richtige Weg ist.

+49 7664 / 50559-0 schaden@doelco.de